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Ist Haarpflege wirklich so kompliziert?

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Einmal Ölwechsel

Wer heute Werbung schaut, kommt nicht umhin, auch diese unsäglichen Spots über Haarpflege-Produkte zu sehen. Es ist wirklich unglaublich, wie oft wir den 'Kopf hinhalten müssen‘, damit die Grosskonzerne ihre neusten (?) Erfindungen auch an die Frau, bzw. den Mann bringen können!

Nach Vitaminen und Volumen, dazwischen natürlich auch immer wieder mal was Farbiges, kommt jetzt der Ölwechsel!
Nein, wir sind nicht plötzlich im Autohandel gelandet - es geht immer noch um Kopf und Kragen (aber klar doch: Schuppen hätt‘ ich nun fast vergessen! Und die hindern Männer ja bekanntlich sogar am Fussball spielen m( ).

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Gefragt 30, Aug 2015 in Allgemeinwissen von Marcel (120 Punkte)

1 Antwort

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Meine Tante ist Friseuse und hat auch viele Fachzeitschriften und -bücher. Darin habe ich diese (wohl eher witzig gemeinte) Abhandlung zum Thema gefunden


Die Frau als Ölpfanne

Liebe Frauen, fettig ist total in!

Ab sofort ist Schluss mit dem ewigen Haarewaschen - denn wenn Frau sich an die Werbung hält, wird ja sowieso noch ordentlich Öl auf den Kopf geträufelt, massiert oder verrieben. Nun denn, wenn sie also sowieso gerade beim Salatsauce zubereiten sind, wieso nicht gleich ein paar kostbare extra vergine Tropfen aufs Haupt gedeppert??! Bei all den Wundern die diese Öle auf dem Haar bewirken, könnten kluge Frauen durchaus nachdenklich werden: Was ist mit meinem Cholesterin-Spiegel?? - Keine Angst: Ich bin mit ganz sicher, der Produzent der bekannten Margarine die so ähnlich wie Brezel heisst, bringt schon bald ein schonendes Haarfett raus!

Der Mann als Koffein-Junkie

Während Frau also den Kopf bloss in die Friteuse stecken muss, tut sich Mann da ungleich schwerer!

Er muss dem vollen Schopf zuliebe nämlich nichts weniger als abhängig werden! Denn hier hilft offenbar kein Öl und kein Fett - es muss Koffein sein! Immerhin ist auch hier das Nützliche mit dem Angenehmen auf einfachste Art zu verbinden. Liebe Männer, wenn ihr bei der Arbeit eure wohlverdiente Tasse Kaffee trinkt, so spart euch doch einfach den letzten Bodensatz auf und kippt ihn euch aufs Haar - dann nur noch gut 'friktioniert‘, und ihr werdet noch in ‚heesterschem Alter‘ (Methusalem ist nämlich erst kürzlich definitiv von uns gegangen) einen undurchdringlichen Wust an wallendem Haupthaar mit euch herumtragen!

Und wer als Mann modebewusst ist, probiert’s mal mit einer Arabica-Mischung, das gibt wundervolle dichte Locken - oder auch mal Kenia Hochland ausprobiert - für einen dunklen Irokesen-Look!

Muss das alles sein?

Nein - ein ganz klares Nein! Besinnen wir uns doch auf Omas (Opas) Zeiten:

Da wurde noch mit natürlichen Ingredientien gearbeitet, und alle hatten sie wundervolles, prächtiges Haar! Oder erinnert sich jemand von euch an die kahle, plattgedrückte Oma-Haube?

Wer’s denn gern mal retro hat, hier DAS Rezept schlechthin:

  • Man nehme 2 Eigelb

  • Man füge eine halbe Flasche (nicht die grossen, die schmackhaft kleinen tuns auch!) Bier hinzu

  • Man mische kräftig durch (nehmt ruhig den Schneebesen, so wird die Masse noch lockerer)

  • Und dann das ultimative Zaubermittel: eine Messerspitze Hefe! (für die Modernen: es geht auch mit Backpulver vom Doktor mit Ö)

  • Nochmal gut durchmischen

  • Sparsam mit einem Pinsel (nehmt doch lieber einen Backpinsel, als den von den Wasserfarben) auf die Haare auftragen

  • Kopf mit einem feuchten Tuch abdecken und gut 2 1/2 Stunden einwirken lassen (bitte nicht länger - die Hefe könnte sonst zu stark wirken und ihr müsstet euch für die Neuverfilmung von ‚Hairspray‘ anmelden!)

  • Zum Schluss sorgfältig auswaschen und wie gewohnt trocknen

 

Kleiner Tipp: mit der Masse auf dem Kopf nicht im Freien sitzen - Bienen und Mücken-Alarm!

Wie heisst es so schön: Haare gut, alles gut!

 

Beantwortet 30, Aug 2015 von Jessie (140 Punkte)

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